Flächensuche
Prüfung
Bevor ein Flächensuchhundeteam zum Einsatz zugelassen wird, muss es eine umfangreiche Prüfung nach DIN 13050 gemäß der GemPPO absolvieren. Die Prüfung, die alle 18 Monate wiederholt werden muss, besteht aus folgenden vier Prüfungsteilen:
1. Theorie
In einer theoretischen Prüfung weist der Hundeführer seine Kenntnisse in Erster Hilfe an Mensch und Hund, Kynologie, Orientierung im Gelände, Funk, Unfallverhütung und Transport von Hunden und Einsatztaktik Flächensuche nach.
2. Verweis
Bei der Verweisprüfung muss der Hund eine am Boden liegende fremde Person durch Bellen, Freiverweis oder Bringseln seinem Hundeführer anzeigen und anschließend ruhig im Platz abliegen, während der Hundeführer die Person betreut.
3. Gehorsam
In der Gehorsamsprüfung muss das Hundeteam verschiedene Gehorsamsübungen zeigen, u.a. Freifolge in verschiedenen Geschwindigkeiten, einwandfreies Verhalten in einer Gruppe mit fremden Hunden und Menschen, „Sitz“, „Steh“ und „Platz“ aus der Bewegung, Voraussenden oder Detachieren, Tragen des Hundes von fremden Personen und freies Ablegen des Hundes für ca. 15 Minuten außer Sicht.
4. Flächensuche
In der eigentlichen Flächensuchprüfung (Flächensuche 1) muss ein Suchgebiet von 50 000m² innerhalb 30 Minuten nach 1-3 vermissten Personen abgesucht werden. Der Hund zeigt die gefundene Person seinem Hundeführer an und wird anschließend abgelegt. Der Hundeführer muss die Lage richtig beurteilen, die gefundene Person erstmedizinisch betreuen und geeignete Rettungsmaßnahmen einleiten können. Bei der Flächensuche 2 umfasst das Suchgebiet 100 000m², welches innerhalb 60 Minuten nach 1-4 vermissten Personen abgesucht werden muss.


